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Was geht beim Bräunen in der Haut vor?
 Bräunen beruht auf einem photochemischen Prinzip im Mix von zwei Prozessen: Der direkten Pigmentierung (1) und der indirekten Pigmentierung (2).
Wie wir aus Erfahrung wissen, bräunt sich die Haut, wenn sie für längere Zeit mit dem ultravioletten Sonnenlicht bestrahlt wird. Dabei bildet sich auch zum Schutz gegen UV-B Strahlen die Lichtschwiele genannte Verdickung der Oberhaut aus, ohne dass bei richtiger Dosierung ein Sonnenbrand entsteht.
1. Die direkte Pigmentierung (die Pigmentdunkelung), auch Sofort- oder Kurzzeitpigmentierung genannt, wird durch UV-A-Licht bewirkt. Bei dieser Photooxidation dunkeln die UV-A-Strahlen unter Anwesenheit von Sauerstoff eine bereits vorhandene Hautsubstanz, die Promelanine.
Diese Promelanine sind die nicht pigmentierten Vorstufen von Melanin und befinden sich in den Zellen der Oberhaut.
2. Die indirekte Pigmentierung, die Melanogenese, wird durch die UV-B-Strahlen ausgelöst. Dabei erfolgt in stärkerem Maße die Neubildung des Pigmentstoffes Melanin aus der Aminosäure Tyrosin.
Diese vermehrte Melaninbildung findet in speziellen Pigmentkörnchen, den Melanosomen statt, die sich in den Oberhautzellen befinden.
Durch diese Langzeitpigmentierung wird ein Lichtschutzfaktor der Stärke 10 erzielt.
Beide Bräunungsarten, direkte und indirekte Pigmentierung, erfolgen in allen Zellen der Oberhaut, ausgenommen in der Hornschicht, die aus abgestorbenen Zellen besteht.
Die Ausbildung der Lichtschwiele wird durch die UV-B-Strahlen angeregt. Dabei verdicken sich die Zellen der Oberhaut. Diese Verdickung ist in der Hornschicht besonders ausgeprägt und bewirkt einen körpereigenen Lichtschutzfaktor von 4.
Bei gut ausgebildeter Lichtschwiele kann in Kombination mit einer ausgeprägten Langzeitpigmentierung, die einen Lichtschutzfaktor von 10 bietet, ein körpereigener Lichtschutzfaktor bis zu 40 erreichen.
Bei Erstkontakt mit dem UV-Licht setzt die Direktbräunung ein. Das UV-A Licht bewirkt bei den Pigmentstufen eine spontane Dunkelung, die aber schon nach wenigen Stunden wieder vergeht.
Die indirekte Pigmentierung, die in speziellen Bräunungszellen, den Melanozysten erfolgt, wird vor allem durch relativ niedrig dosiertes UV-B ausgelöst (Dieser Vorgang kann auch mit einer relativ hohen Dosis an UV-A angeregt werden).
Die neugebildeten, im Anfangsstatium zunächst hellen Pigmente wandern langsam zur Hautoberfläche. Auf ihren drei bis fünf Tage andauernden Weg werden sie durch UV-A im Verbund mit dem Blutsauerstoff gedunkelt. An der Hautoberfläche erscheinen sie dann in einem rötlich-braunen Farbton, der schönen Tiefenbräune.
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